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Peruanische Küche

Die Geschichte der peruanischen Küche

Die peruanische Küche besteht aus einer Mischung aus Kochtraditionen der alten Inkazeit und Europa. Diese Traditionen werden zusammen kombiniert und bringen beliebte Gerichte wie Ceviche hervor. In diesem Gericht wird eine antike Konservierungstechnik angewandt , bei der Fisch in Fruchtsaft mit Salz und Pfeffer eingelegt wird. Als Fruchtsaft wird Zitronensaft verwendet, eine beliebte spanische Zutat.

Das Wort „Criolla” ist in der peruanischen Küche sehr gebräuchlich. Es bezeichnet typischerweise ein Gericht, das stark mit Gewürzen angereichert ist. Ein bekanntes „Criolla“-Gericht ist beispielsweise die Criolla-Suppe (sopa a la criolla) mit Zutaten wie Nudeln, Gemüse, Rindfleisch und Milch.



Häufig verwendete Zutaten

Es gibt einige Grundzutaten, die hauptsächlich in der peruanischen Küche verwendet werden. Eines ist Mais, das in verschiedenen Varianten vorkommt. Ein Beispiel ist weißer Mais, „Choclo” genannt. Choclo kann allein gegessen (nachdem er gekocht oder gedünstet wurde) oder mit anderen Gerichten wie Ceviche oder Suppe kombiniert werden.

In Peru gibt es auch einen purpurfarbigen Mais, der traditionell zur Herstellung eines süßen Saftes namens “Chicha Morada” verwendet wird. Dieser Saft ist reich an Antioxidationsmittel und wird hergestellt, indem der Mais mit Ananas, Zimt, Gewürznelken und Zucker gekocht wird.

Eine weitere wichtige Zutat in vielen peruanischen Gerichten ist die Kartoffel. Von den 5.000 weltweit vorkommenden Kartoffelsorten gibt es allein 3.000 in der Andenregion. Kartoffeln in Peru und in den Anden kommen in verschiedenen Farben, Formen, Größen und Strukturen vor und haben Namen wie Oca, Mashua and Ulluco.

Ein weiteres wichtiges Getreide ist Quinoa. Quinoa ist ein reichhaltiges Nahrungsmittel, da es einen hohen Eiweißgehalt hat. In Peru wächst Quinoa normalerweise in den Tälern und wird häufig als Basis für Suppen verwendet.



Beliebte Gerichte nach Regionen

Typische Gerichte an der Küste im Süden Perus
Peru besitzt eine Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften, das heißt, dass auch Zutaten und ganze Gerichte je nach Region variieren. An der Küste sind Fischgerichte sehr beliebt. Der Fisch wird am Morgen gefangen und noch am gleichen Tag in den Restaurants serviert. Das berühmteste peruanische Gericht ist „Ceviche“. Ceviche besteht aus rohem Fisch, der in Zitronensaft mariniert wurde. Der rohe Fisch wird hauptsächlich durch die Zitronensäure gegart und wird mit Zwiebeln, Salz und Chilipfeffer vermischt. Es gibt einige unterschiedliche Varianten von Ceviche, beispielsweise kann es mit Schrimps (camarones), Wolfsbarsch (corvine) oder einem Mix aller Art von Meeresfrüchten zubereitet werden.

Wenn Sie vorsichtig dem Verzehr von rohem Fisch und Ceviche sind, gibt es noch viele andere Gerichte, die es wert sind, probiert zu werden. Beispielsweise Fleisch a la plancha (gegrillt) oder frito (fritiert) ist immer köstlich. Für Fleischliebhaber ist “pollo a la brasa” (geröstete Hähnchenbrust) eine gute Wahl, oder auch das beliebte ” lomo saltado” (Rindfleischscheiben mit Paprika und Pommes frites).



Beliebte Gerichte an der Nordküste
Die peruanische Küche der Nordküste hat eine ganz andere Ausrichtung als im Zentrum und in den südlichen Teilen Perus. Diese Gerichte werden nicht so stark von der andinen Kultur beeinflusst wie es im Süden und im Zentrum der Fall ist. Stattdessen wurden sie von nativen Küstenbewohnern, von den Spaniern, Afrikanern und dem warmen Küstenklima geprägt.

Eine Vielzahl typischer Gerichte der Nordküste enthalten “Shambar” und “Seco de Cabrito” (Ziegeneintopf, die Ziege wird jedoch oft durch Lamm, Hühnchen oder Rindfleisch ersetzt). „Shambar“ ist eine Suppe, die aus Schweineschwarte, Bohnen, Weizen, und Frühlingszwiebeln gemacht wird. „Seco de Cabrito“ ist Ziegeneintopf, der in “chicha de jora” (Bier aus Mais) mariniert wird. Er enthält mehrere frische Gewürze wie Korianderblätter und Knoblauch.

Die peruanische Küche im Andenhochland
Im Hochland wird eine Vielzahl an Körnern und Kartoffeln sowie Mais verwendet. Ein typisches andines Gericht ist “Pachamanca”, das aus verschiedenen Sorten Fleisch sowie Gewürzen und Gemüse zubereitet wird. Eine interessante Tatsache bei diesem Gericht ist, dass die Zutaten langsam auf einem Stein unterhalb des Erdbodens erhitzt werden.

Ein weiteres bekanntes Gericht aus den Anden ist „Cuy“ (Meerschweinchen). Dieses kleine Tier wird vollständig geröstet und als Ganzes serviert, inklusive Augäpfel, Krallen und Zähnen. Darüber hinaus ist Alpaka - ein Tier, das Peru repräsentiert – ein köstliches Gericht.

“Aji de Gallina” ist ein traditionelles Gericht in Peru, das aus der französischen Revolution 1789 stammt. Aji de Gallina besteht aus geschnetzeltem Hähnchen mit einer würzigen Sauce, die mit Knoblauch, Nüssen, Chillipfeffer und Käse angereichert wird. Dies ist ein wunderbares Gericht an kalten und regnerischen Tagen in den Anden.

Eine beliebte Vorspeise ist “Papa a la Huancaina” (Kartoffeln nach Huancayo-Art). Dieses Gericht besteht aus cremig gestampften Kartoffeln, die auf Salat mit Käsesauce und Oliven angerichtet werden. Da Kartoffeln in Peru leicht erhältlich sind, ist dieses Gericht günstig , obwohl es reich an Geschmack und Nährwert ist.

Die Gerichte des Regenwalds in Peru
Im Osten, im Amazonasgebiet, wird auch häufig Fisch als Hauptgericht serviert. Der Unterschied ist, dass der Fisch im Amazonasgebiet aus den Flüssen stammt und nicht aus der See. Fisch aus dem Amazonasgebiet und aus den Anden wird „Trucha“ genannt, während Fisch aus dem pazifischen Ozean pescado genannt wird. Es wird jedoch nicht nur Fisch aus den Flüssen verzehrt, sondern auch Schildkröten.

Es gibt verschiedene Arten von Schildkröten, beispielsweise die Landschildkröte oder die Flussschildkröte. Glücklicherweise hat Peru kürzlich ein Verbot verhängt, Schildkröten zu jagen, daher haben auch Restaurants eine nachhaltigere Auswahl in ihre Speisekarte aufgenommen.

Im Dschungel gibt es außerdem eine Vielfalt an köstlichen tropischen Früchten, die es nicht im Supermarkt zu kaufen gibt. Die Namen sind so interessant wie die Früchte selbst, zum Beispiel guanabana, cherimoya, mammee, und copoazu sind einige der vielen Früchte, die es im Amazonasgebiet gibt.

Peruanische Getränke

In Ergänzung zu den peruanischen Gerichten gibt es eine Reihe nicht-alkoholischer und alkoholischer Getränke. Das Nationalgetränk Perus ist Pisco, ein Branntwein, der aus Weintrauben gemacht wird. Obwohl der Herstellungsprozess von Pisco und Branntwein ähnlich ist, besitzt Pisco einen höheren Alkoholgehalt. Es ist üblich, Pisco im Cocktail zu trinken anstatt pur. Der weltberühmte Pisco Sour ist eine Mischung aus Pisco, Zitrone, Eiweiß, Sirup und eine Prise Bitteraroma und Muskatnuss.

Peru besitzt außerdem einige Biersorten, die sehr populär unter Einheimischen und Touristen sind. Das am meisten konsumierte Bier ist das Cusqueña.

Peru besitzt außerdem eine eigene Variante von Cola, Inka Cola genannt. Diese Cola hat eine gelbe Farbe, hat Zitronengras als Grundlage und schmeckt nach Kaugummi.

In einigen Teilen Perus kann die Höhe Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Dies kann von leichten Kopfschmerzen bis schwerer Übelkeit reichen. In höhergelegenen Höhen ist es daher ratsam, Coca Tee – der aus Coca Blättern gemacht ist - zu trinken, um die Symptome der Höhenkrankheit zu lindern.

Peruanischer Nachtisch oder auch Postre

Peru hat eine Vielzahl von köstlichen Nachtischen. Einer, der sehr beliebt ist und sowohl im Restaurant als auch auf der Straße verkauft wird, ist “Arroz con leche”. Arroz con leche ist die peruanische Version von Milchreis. Er ist einfach, aber sehr beliebt und wird aus weißem Reis, gesüßter Kondensmilch, Zimt, und manchmal warmen Früchten zubereitet.

Ein anderer Nachtisch ist “leche asada” oder geröstete Milch. Diese Süßspeise ähnelt Crème Brûlée, da sie aus Milch, Zucker, Vanille und Zimt gemacht wird.



“Picarones” wird aus gestampften Süßkartoffeln gemacht und mit Gewürzen wie Anis, Gewürznelken und Zimt angereichert. Picarones sind frittiert und werden in einer Donutform mit Melassesoße serviert. “Crema volteada” und “mazamorra morada” sind zwei weitere Nachspeisen, die es wert sind, probiert zu werden.

Essenszeiten

Natürlich gibt es Unterschiede von Person zu Person, doch normalerweise wird Frühstück (desayuno) zwischen 7 und 10 Uhr eingenommen. Mittag wird meistens zwischen 13 und 15 Uhr serviert.

Viele Restaurants bieten ein Standardmenu (almuerzo) zu einem günstigen Preis von 6 – 16 Soles. Dieses Menu enthält normalerweise eine Suppe, gefolgt von beispielsweise Reis mit Hähnchen und Gemüse, mit anschließendem Nachtisch (Früchte, Pudding oder Kuchen), mit Saft, chicha morada oder Tee.

Abendessen wird von 18 bis 22 Uhr serviert. Abhängig von der jeweiligen Region variiert das Gericht. Für viele Peruaner – wie für die meisten Lateinamerikaner – ist das Mittagessen die Hauptmahlzeit des Tages.