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Feste und Events in Peru: Quyllur Rit'i

Qoyllurriti Festivals Cusco Peru
Jedes Jahr, kurz vor dem Corpus Christi Fest, wird das mehrtägige Festival Quyllur Rit'i ("Schnee Stern Fest") an auf der Nordseite des Ausangate Berges gefeiert. Tausende von Pilgern kommen mit ihren Familien zu den schneebedeckten Höhen der Kirche von Sinakara. Sie tragen mit sich das Bild des "Herrn Quyllur Rit'i", bekannt für die Vollbringung von Wunders sowie den Apu Ausangate (Berggott), unter anderen Berggottheiten. Die Pilger führen Tänze auf und halten Zeremonien zu Ehren der Götter, um Ernte und Einkommen für das kommende Jahr zu sichern.

Ein Teil der jährlichen Tradition, welche ihren Ursprung entweder in der Prä-Inka oder Inka Zeit hat, ist der Verkauf Miniatur-Gegenständen, um die Götter um besondere Gunst zu beten. Ein regelrechter Marktplatz entwickelt sich während der Tage des Fests, auf dem Häuser, Autos, Papiergeld und jedes erdenklichen Wunschgegenstands in einem Mini-Version verkauft wird. Mit Hilfe dieser Miniatur Abbildungen echter Wünsche erhoffen sich die Teilnehmer die Erfüllung ihrer Bitten für das kommende Jahr.

In der Nacht des Festivals, steigen die Bären Tänzer, Ukukus, hinauf zur Spitze des Gletschers und verbringen dort eine frostige Nacht tanzend gegen die Kälte. Am nächsten Morgen, wenn sie vom Gletscher absteigen, nehmen sie Stück von Gletschereis mit sich, welches in traditionellen Ritualen verwendet wird. Nach diesem Ritual wird die Wallfahrt auf die andere Seite des Berges, Tayankani, fortgesetzt.

Heute fürchtet man, dass sich das Qoyllur Rit'i Fest in eine kommerzielle Veranstaltung entwickeln könne und die Vermarktung und wachsende Popularität der Veranstaltung den spirituellen Charakter des Festivals ruiniere. Es trat zum Beispiel eine berühmte Rockband bei dem Fest auf und in einem anderen Jahr verursachte die peruanische Cusqueña Bierfabrik einen Skandal, als sie das Qoyllur Rit'i für eines ihrer Werbeschemata verwendete. Traditionell ist Alkohol auf der Wallfahrt verboten, und die eklatante Kommerzialisierung dieses heiligen, traditionellen Ereignisses löst zu nehmend Empörung aus.